Betriebliche Notfallpsychologie
Arbeitspsychologische Akutintervention
Betriebliches Krisenmanagement

Psychosoziale Krisen wie auch Extremereignisse im Betrieb stellen einen massiven Einschnitt im Arbeitsleben dar und können auch gesundheitsrelevante Auswirkungen auf das Privatleben haben.

Die Folgen beeinträchtigen die Gesundheit und das psychische Wohlbefinden der MitarbeiterInnen. Die MitarbeiterInnen fühlen häufig einen Verlust des seelischen Gleichgewichtes durch die Konfrontation mit dem traumatischen Ereignis.
Durch diese Überbelastung treten oft massive körperliche und psychische Reaktionen auf.
Um langfristige Auswirkungen wie z.B. PBTS (Posttraumatische Belastungsstörung) zu vermeiden, sollten speziell traumatisierende Ereignisse durch eine notfallpsychologische Akutintervention betreut werden, um hier die gesundheitsschädigenden Folgen zu minimieren.

Betriebliche Notfallpsychologie
Notfallhilfe: akute und traumatische Krisen verarbeiten

Ziel der Interventionen ist die Stärkung & Mobilisierung der Ressourcen, die neuropsychologische Verarbeitung des traumatischen Ereignisses, sodass die Betroffenen rasch wieder handlungsfähig werden.

Betreut werden nicht nur unmittelbar Betroffene nach Extremereignissen (Primäropfer), sondern auch andere beteiligte Personen wie das Team oder die Abteilung (Sekundäropfer) – gerade die Sekundäropfer werden häufig mit der psychischen Traumatisierung konfrontiert und stellen ein erhöhtes Risiko für das Entstehen von akuten Belastungsreaktionen dar.

Welche Extremereignisse können vorwiegend in Betrieben vorkommen, die eine notfallpsychologische Betreuung benötigen?

  • Schwere Arbeitsunfälle und Verletzungen
  • Raub und Überfälle
  • Schwerwiegende Erkrankungen oder Diagnosen eines Mitarbeiters
  • Plötzlicher Todesfall im Betrieb
  • Suizid eines Mitarbeiters
  • Erleben von Gewalt / Gewaltverbrechen am Arbeitsplatz
  • Verkehrsunfälle

Der Schaden nach Extremsituation betrifft auch das Unternehmen durch vermehrte Krankenstände, Fehlzeiten oder erhöhte Fluktuationen.
Betreut und unterstützt werden Betroffene, KollegInnen / Team, Führungskräfte und das Unternehmen, damit kritische Ereignisse überwunden werden.
Wie sich ein belastendes Ereignis auswirkt und wie es verarbeitet wird, hängt von vielen Faktoren ab.


Welche Reaktionen treten häufig nach traumatischen Ereignissen auf?

  • Höhere Erregbarkeit, Reizbarkeit oder Rast- bzw. Ruhelosigkeit
  • Sozialer Rückzug
  • Vermeidungsverhalten und Misstrauen
  • Höhere Ängstlichkeit, Aggressivität oder Wut
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Veränderter Gefühlsausdruck
  • Schlafstörungen und / oder Niedergeschlagenheit
  • Erhöhter Konsum von Alkohol, Nikotin und Genussmitteln
  • Körperliche Reaktionen (z.B. Schmerzen)

Betriebliche Notfallpsychologie sollte auch als Krisenprävention eingesetzt werden – bei Fusionierungen oder Rationalisierungsmaßnahmen treten häufig massive Spannungen und Konflikte im Unternehmen auf.